Informationen

Die Firma LIDL plant ein neues Logistikzentrum im Gewerbegebiete Grifte/Hertingshausen.

Was ist geplant?

Wie in den letzten Wochen der Presse (siehe Bericht
HNA vom 11.11.2020) und den Aufstellern vor Ort am Radweg Ratio Richtung Grifte zu entnehmen war, plant Lidl ein neues Logistikzentrum unterhalb des Hagebaumarktes / Garten-Centers Grünwald in gigantischer Größe und hat das Grundstück bei der Gemeinde Edermünde angefragt.

Was erwartet uns?

  • Erhöhtes Verkehrsaufkommen über die A 49 Auf- und Abfahrten
  • Noch mehr Lärmbelästigung durch LKW-Verkehr
  • Drastischer Eingriff ins Landschaftsbild
  • Verlust von 180.000m² hochwertigem Ackerboden
  • Entwertung unserer Immobilien
  • Verminderte Lebensqualität, Verlust als Naherholungsgebiet

Um wie viele LKW geht’s?

  • Lidl Verteilerzentrum (neu) ca. 200 LKW
  • Lidl Verteilerzentrum (alt) ca. 150 LKW (bei weiterem Betrieb Logistik)

Gesamt LKW pro Tag = ca. 350 LKW

Was passiert mit dem bestehenden Logistikzentrum?

Lidl hat in das jetzige Gebäude nach eigenen Angaben in den letzten 3 Jahren 7,5 Mio Euro? investiert. Das Gebäude bleibt in der Schwarz Gruppe und ist weiterhin prädestiniert für logistische Einsätze.

Warum ein neues Logistikzentrum?

Lidl schreibt auf Anfrage eine leistungsfähigere Logistik, ein neues, besonderes nachhaltiges Verwaltungs- und Warenversorgungszentrum errichten zu wollen. Aufgrund gewachsener Sortimente
sei das Lager zu klein geworden.

Was hab ich damit zu tun?

Als Zu- und Abfahrtsweg wird ausschließlich die A 49 deklariert. Neben einem drastischen Eingriff in die Landschaft ist durch das zusätzliche
Verkehrsaufkommen über die A49 mit einer deutlichen Lärmbelästigung für gesamt Hertingshausen zu rechnen. Das bedeutet für alle Autofahrer noch mehr Rückstau auf der Großenritter Straße, der Frankfurter Straße und auch der Marburger Straße sowie auf deren Zubringerstraßen. Mal ganz abgesehen davon, dass uns der zunehmende Verkehr nach erfolgtem Ausbau der A 49 (siehe auch Bericht HNA vom 24.11.2020 oder Homepage: www.laermschutz-a49.de), in den nächsten Jahren sicher ohnehin
einen enormen Lärmzuwachs bescheren wird.

Wieso denn eigentlich Edermünde?

Die Gemeinde Edermünde bewirbt auf ihrer Homepage verkehrsgünstig gelegene Flächen. Besorgte Edermünder Bürger haben sich bereits in einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, sehr transparent und lesenswert informiert deren Homepage www.bi-logistik-edermuende.de.

Von welcher Fläche sprechen wir denn?

Der von LIDL angezeigte Planungsentwurf zeigt im ersten Bauabschnitt eine Bruttofläche von 45.000 m² und einer Gebäudehöhe von 25 m an. Das entspricht für das Gebäude des LIDL Logistik Neubaus eine Fläche von 5-6 Fußballfeldern. Für kleinteiliges Gewerbe sollen weitere ca. 30.000 m² verwendet werden. Hierbei handelt es sich um eine Vorgabe der
Regionalplanung und nicht um eine Idee von Lidl. Zusammen mit den Verkehrsflächen sollen auf dem insgesamt 180.000 m² großen Grundstück unterhalb des Hagebaumarktes eine Fläche von ca. 102.000m² (mehr als 12 Fußballfelder) versiegelt werden.

… ich hab gehört, die Landwirte wollen nicht verkaufen!?!

Momentan möchte der Großteil der betroffenen Landwirte nicht verkaufen. Man könnte meinen wir hätten kein Problem!?! Doch was ist, wenn der Druck der Gemeinde, des Umfeldes, der Bürger mit dem Verweis auf das Gemeinwohl (durch Steuereinnahmen könnte man Spielplätze bauen, Gemeinschaftshäuser sanieren, etc.) zu groß wird?

Wie stellen die Edermünder sich das denn vor?

Es gibt nach wie vor keinen Bebauungsplan und kein Verkehrskonzept! Die Gemeinde Edermünde schützt die eigenen Ortschaften wie Grifte und Holzhausen vor Verkehr (was per se sehr begrüßenswert ist), und wirbt weiterhin mit der verkehrsgünstigen Lage der Grundstücke (die der Gemeinde wohlweislich nicht gehören) auf der Edermünder
Webseite. Zu- und Abfahrt ausschließlich über die A49 zu unseren Lasten!!!

Und soll ich jetzt nicht mehr bei LIDL einkaufen?

Unser Auflehnen richtet sich nicht gegen LIDL. Es geht ausschließlich gegen die Ansiedlung von Logistikunternehmen direkt vor unseren Augen, der Nase und den Ohren.

Ja klar, weiterhin dort einkaufen aber Logistik bitte nicht bei uns …

stimmt, so könnte man argumentieren. Wir haben aber bereits ein Logistikzentrum, größere Zentren gerne da wo keine direkte Nachbarschaft mit einbezogen wird. Wir haben bereits genug mit Lärm und Stau zu kämpfen, denken wir nur an den A 49 Ausbau!!!

Was kann ich tun?

Da die Entscheidung der Nachbargemeinde obliegt und Hertingshausen keinerlei Stimmrecht besitzt, möchten wir zunächst unseren Unmut
zur Ansiedlung von Logistikzentren mit einer Unterschriftenaktion zum Ausdruck bringen. In der Hoffnung, dass sich möglichst viele beteiligen, planen wir die Unterschriftenzettel den Bürgermeistern aus Baunatal und Edermünde zu übergeben.

Und wenn ich mehr will?

Einfach Kontakt zu uns aufnehmen. Aktuell besteht das Orgateam aus 11 aktiven Hertingshäusern. Denkbar sind auch weitere Aktionen, die das Anliegen untermauern. Dazu sind nicht nur Unterschriften nötig. Mit vielen
Helfern und geeinten Hertingshäuser Bürgern können wir sicher Einiges bewirken!

Für alle Gedanken, Anmerkungen und vor allem Unterstützung sind wir sehr dankbar.

Kontakt: IG-Hertingshausen, Auf der Heide 11, 34225 Baunatal
E-Mail: IG-Hertingshausen(at)web.de