Kommentare

Ihre Meinung zum LIDL Logistikzentrum

Liebe Bürger:innen wir würden uns sehr freuen wenn Sie uns Ihre Meinung zum Neubau des LIDL Logistikzentrums im Gewerbegebiet Edermünde/Baunatal hinterlassen.

29 thoughts on “Kommentare”

  1. Wenn Parteienvertreter sagen: „Wir stehen dem Projekt LIDL „kritisch“ gegenüber…..
    „Wahrheit oder Sprechblase?

    Diese eigentlich fundierte Distanzaussage der kritischen Sicht verkommt in der aktuellen LIDL Offensive zum Bau eines neuen Zentrallagers zur Worthülse in der Kommunalpolitik.
    Alle sehen die Planung kritisch, keiner ist verbindlich dagegen, wenige offen dafür
    Soweit wäre das nicht einmal schlimm im wirklichen wahren Leben des Normalbürgers.

    Aber genau hier, in diesem Fall des LIDL-Begehrens, sollten alle , die etwas kritisch sehen, solange mit „Nein“ und „Stopp“ stimmen, bis sie nicht auch überzeugt Befürworter des Projektes sein wollen.

    Die Fakten: Die Gemeinde Edermünde bestimmt derzeit Marschrichtung und Marschgeschwindigkeit. Ihr obliegen Satzungs- und Planungsbeschlüsse, die zuletzt in eine Baugenehmigung münden…oder auch nicht. Sie hat tatsächlich und de facto viel, wenn nicht alles zu bestimmen.

    Aber dies nur bis der neue Eigentümer LIDL den Bau realisiert hat. Danach, und das muss auch einmal klar der „kritischen Kommunalpolitik“ gesagt werden, danach geht es dem Bürgermeister, der Gemeindevertretung und Gemeindeverwaltung wie den Bürgerinitiativen heute: Man lässt sie „abtropfen“….. spielt die Macht aus!

    Ein weiteres Beispiel für Nichteinhaltung von Versprechen: Nicht wenige Bürger erinnern sich beim Bau von LIDL Zentrale 1 vor Jahren, dass LIDL einen Ausbildungsmusterbetrieb versprochen hat. Kommt nicht, macht nichts? Lernt Kommunalpolitik nicht?

    Investoren wollen vor allem eines: Dass ihr Kaufbegehren in Erfüllung geht!
    Bei LIDL ist das nicht anders! Es gibt in der Frage LIDL keine Korrektur. Hinterher, es wird keine Chance einer Nacharbeit oder Korrektur geben für die Kommunalpolitik. Einmal „Ja“ ist für die Ewigkeit „Ja“.
    LIDL braucht die Zustimmung der Bürger und ihre politischen Vertreter nur einmal, nämlich bei der Zustimmung zur Ansiedlung. Jetzt, sozusagen…. Danach nie wieder. Nach Fertigstellung ist ein guter Teil Ackerland Immobilieneigentum der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl gehört. LIDL Edermünde ist danach mitbestimmungsfreier Raum in jeder Beziehung. Alleinentscheider über die Firmenpolitik ist der Konzern. Politiker noch Bürger spielen dann keine Rolle mehr. Ach ja, und rechtlich gegen Konzerne vorzugehen, die Zusagen nicht erfüllen oder in Abweichung bisheriger Planung Weiterungen oder Ergänzungen vorlegen, das kann man vergessen.

    Die Entscheidung der Ansiedlung durch die Gemeinde fällt in einem konkreten Augenblick. Die Wirkung dieser Entscheidung ist für die Ewigkeit. Und wenn man sich als politisch Verantwortlicher geirrt haben sollte bei der Entscheidung, so bleibt man lebenslang Pate der eigenen Entscheidung.

    Egal wie schlecht sie war: Weil der Verkehr doch mehr ist, weil LIDL Zusagen nicht einhält, weil weiterhin mit prekären Arbeitsverhältnissen die Standortoptimierung des Zentrallagers verfolgt wird, weil LIDL immer noch kein Betriebsverfassungsgesetz mit Betriebsrat umsetzt. Egal, LIDL ist der Eigentümer der Immobilie, Eigentümer von Grund und Boden, Betreiber und Eigner der Firma…. und LIDL wird sich als Eigner verhalten. Wie immer und überall…

    Oder wie war das noch einmal mit LIDL 1, dem Bau der heute steht? Wer verfügt und bestimmt? Warum keine Integration in ein vorgelegtes Gesamtkonzept?

    Unser Anliegen mit dieser Info war es unmöglich zu machen, dass auch nur ein einziger Kommunalpolitiker im Jahr 2025 sagt, er habe „das Alles“ nicht gewusst. Und ja, auch die Inhalte der „Fridays-for-Future“- Bewegung schaut bitte vor einer Zustimmung noch einmal an liebe Kommunalpolitiker! Was war da noch mit Verantwortung der Politik für nachwachsende Generationen, wenn es um Flächenversiegelung geht…? Wer als Kommunalpolitiker „kritisch“ zum LIDL Großobjekt steht, sollte unbedingt ein gesundes NEIN als richtige Konsequenz nutzen.

  2. Kommunalpolitiker! Bitte achtet auf LIDL, …den Steueroptimierer in Irland und in Edermünde………
    Es geht uns in diesem Kommentar um ein besseres Kennenlernen der Struktur von LIDL im Schwarzkonzern mittels eines aufklärenden Artikels in der Süddeutschen Zeitung und einem aktuellen Verweis auf die Sendung „Kontraste“ am 18.3.2021. Beide Quellen zeigen: Was 2019 noch Planstand war ist heute Wirklichkeit: Es gibt einen neuen firmeneigenen Finanzdienstleister im Schwarzkonzern: die Finance & Treasury Limited in Dublin….. Eine Firma, die europaweit Steuern optimiert.
    Dieser Kommentar zielt auf den Ruf von LIDL, den will der Konzern den Edermündern und Hertingshäusern auch emotional nahe bringen. LIDL als Freund in der Nachbarschaft. Zeit ein anderes Bild zu recherchieren, zu zeigen wer LIDL im Tagesgeschäft ist und warum man den honigsüßen Worten nicht glauben darf…
    Hier ein Auszug aus der Süddeutschen Zeitung vom 23.9.2019.
    „Die Schwarz-Gruppe beschäftigt heute 429 000 Mitarbeiter und macht 104 Milliarden Euro Jahresumsatz. Welch große Summe für ein Familienunternehmen: Nach Umsatz ist die Schwarz-Gruppe der drittgrößte Konzern Deutschlands – hinter den im größten deutschen Aktienindex gelisteten Konzernen Volkswagen und Daimler, aber vor BMW. Mark Zuckerberg bringt es mit seinem Internet-Konzern Facebook nur auf halb so viel Umsatz. Die Schwarz-Gruppe hat weltweit 12 000 Filialen in 30 Ländern, damit gilt sie als drittgrößter Lebensmittelhändler der Welt. Und sie will weiter wachsen: Auf einer Pressekonferenz im Mai rief Konzern-Boss Klaus Gehrig, der wohl wichtigste Vertraute von Schwarz, die 110-Milliarden-Marke als nächstes Ziel aus. Alleine in Deutschland gibt es etwa 3200 Lidl-Läden und 700 Kaufland-Geschäfte. Zusätzlich betreibt die Gruppe eigene Fabriken für Fleisch, Eis, Wasser und Brot. Doch längst beschäftigt sich das Imperium nicht nur mit Discount-Artikeln. Die jüngste Tochter PreZero investiert in Recycling, und natürlich gehören unzählige Immobilien zum Besitz. Neuerdings zählt auch ein Finanzinstitut im steuergünstigen Irland zum Firmenimperium des Dieter Schwarz: die SG Finance & Treasury Limited aus Dublin. Sie ist eine gemeinsame Tochter der Lidl-Stiftung & Co KG und der Kaufland-Stiftung & Co KG. Laut Jahresabschluss 2018/19 wiesen beide Unternehmen bei ihrer Tochter in Irland zusammen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro aus. Zum Vergleich: Der addierte Konzern-Jahresüberschuss beider KGs beträgt 1,6 Milliarden. Das wirkt wie ein geschicktes Steuerspar-Konstrukt, absolut legal zwar, aber moralisch bedenklich. Was die Schwarz-Gruppe mit seinem Finanzinstitut im Steuerparadies Irland bezweckt? Auch diese Frage lässt die Pressestelle der Schwarz-Gruppe unbeantwortet.“
    In der Sendung „Kontraste“ am 18.3.2021 in der ARD wurde das Thema einer Milliarden-Verlustschiebung nach Irland zeitnah aufgegriffen. Die Schwarzgruppe als Pandemieprofiteur. Auch wenn es ungern gelesen wird: LIDL möchte sich nicht nur als Investor in Hertingshausen/Edermünde mit einem Logistikzentrum für die Ewigkeit einrichten. Die gleiche Unternehmensgruppe organisiert Finanz- und Steuerflucht über Schlupflöcher und bedient jene Firma Finance & Treasury Limited in Irland. Der Normalbürger wäre längst im Fokus der Steuerfahndung, bei gleichem Sachverhalt. Bei der Schwarzgruppe hat ein solcher Schritt der Einschaltung der Steuerfahndung schlicht keinen Sinn, denn man organisiert zum Nachteil der Bundesrepublik eine legale „Steueroptimierung“. Das ist das Gleiche, nur anders….Optimierung und legal, weil es nicht anders genannt werden darf, – in keinem Fall Steuerflucht. Und an diese Sprachverdrehung halten sich die Pressemedien, die zitierte Kontraste Fernsehsendung und auch wir in diesem Artikel. Alles legal und prima. Nur, der Bundesrepublik fehlt Geld. Übrigens wird von 2 Tausend Millionen Euros geredet (2 Milliarden!). Wiederkehrend. Was sind da die
    200 000 Euro Gewerbesteuern im Jahr in Edermünde, – …. wenn sie denn, mit Jahren Versatz, tatsächlich in die Gemeindekassen „spülen“ bzw. tröpfeln.
    Warum, so frag ich mich, ist man so engagiert, ausgerechnet LIDL hierher zu holen. Holen wir lieber die vorenthaltenen Steuern aus Irland zurück nach Deutschland! Dann hätten wir aber richtig viel Geld für Gemeindeprojekte und für die Region…. Eine Aufgabe für alle Politiker der Region! Hier lohnte es sich wirklich Engagement zu zeigen!

  3. War doch klar! Die netten Herren Lidl werden keine Daten rausgeben, schon gar nicht schriftlich. Was glaubt ihr denn. Das ist ein Megakonzern. Alles Taktik! Lasst euch bloß nicht überreden und sprecht mit denen.

  4. An die Herren Leßmann und Meier von LIDL:
    Das Verkehrsgutachten sowie die zugrundeliegenden Annahmen sind für Sie nur ein kleiner Aspekt des Gesamtprojekts, welches ich als Monsterprojekt bezeichne. Aber für die Anwohner ist die Verkehrssituation schon jetzt unzumutbar. Mal ganz davon abgesehen, welche riesige Fläche Sie da versiegeln möchten und welchen Einfluss dies auf Natur und Umwelt hat. Ich finde das in der heutigen Zeit völlig unangemessen!!! Die Beantwortung der Fragenkataloge ist auch ein Witz. Immer und überall werden nur schwammige Aussagen gemacht.

  5. Liebe IG Hertingshausen,
    wir verzichten für unsere Antwort auf die Brief-Form und nutzen stattdessen die Kommentarfunktion der Website: Es freut uns sehr, dass Sie den offenen Dialog ebenso schätzen, wie wir. Das Verkehrsgutachten sowie die zugrundeliegenden Annahmen sind jedoch nur ein kleiner Aspekt des Gesamtprojekts. Sowohl der dazu übermittelte Fragenkatalog als auch viele Punkte und Aussagen, die auf dieser Internetpräsenz gemacht werden, verdeutlichen, wie groß der Gesprächsbedarf ist. Es gibt einiges zu erklären, richtigzustellen und einzuordnen.
    Daher erneuern wir unser ursprüngliches Angebot: Gern stehen wir für einen persönlichen Austauschtermin per Webkonferenz zur Verfügung. Den Großteil der Zeit werden wir auf die Beantwortung Ihrer Fragen verwenden – natürlich auch zum Verkehrsgutachten.
    Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung zu möglichen Terminen.
    Herzliche Grüße
    Oliver Meier (Projektleitung) und Ingo Leßmann

  6. Jetzt oder Nie…Was den Bürgern von Baunatal und Edermünde klar sein muss….: Es gibt in der Frage LIDL keine Korrektur. Einmal „Ja“ ist für die Ewigkeit „Ja“.
    LIDL wirbt jüngst um Akzeptanz und Zustimmung beim Bürger. Flugblätter werden in die Briefkästen verteilt, weil man sich souverän und überlegen zeigen will. Tatsache ist, dass die Sympathiewerbung deshalb erfolgt, damit der Widerstand gegen die Megahallen gebrochen wird. Es gehört zur Strategie, dass nunmehr ein Team die Bewerbung der Projektansiedlung betreut. Nehmen wir das gemeinsam als Anerkennung und Aufmunterung, nicht nachzulassen im Kampf gegen die Gigantomanie der Logistikbranche und die Nachlässigkeit der Politik, wo Politiker auf Zeit, Standortentscheidungen für die Ewigkeit treffen. An diese Wirkung sollen hier auch noch einmal die beleidigten Kommunalpolitiker erinnert werden, „die die ganze Aufregung der Bürger nicht verstehen….“!
    LIDL braucht die Bürger und ihre politischen Vertreter einmal, nämlich bei der Zustimmung zur Ansiedlung. Danach nie wieder. Nach Fertigstellung ist ein guter Teil unseres Bodens Immobilieneigentum der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl gehört. LIDL Edermünde ist danach mitbestimmungsfreier Raum. Alleinentscheider über die Firmenpolitik ist der Konzern. Weder Politiker noch Bürger spielen dann eine Rolle.
    Die Entscheidung der Ansiedlung durch die Gemeinde fällt in einem Augenblick. Die Wirkung dieser Entscheidung ist für die Ewigkeit.

  7. „Ist das Recht von LIDL auf einen Megabau mehr wert als das aller Hertingshäuser Anwohner?“
    Man bedenke: In Baunatal und in Edermünde gibt es keine Partei, gibt es keine Bürgerinitiative Pro LIDL Megaprojekt in Hertingshausen! So gesehen versteht man nicht, warum LIDL die Aufgabe des bisherigen Firmensitzes in Hertingshausen weiterverfolgt und den Bau des bekannten Riesenprojekts aufrechterhält, wo doch bekannt ist, welch breite Ablehnung durch die Bevölkerung dokumentiert ist.
    Die LIDLs kommen und gehen, die Menschen bleiben. Unternehmen sind auf Profitmaximierung ausgerichtet, sie sind weder treu noch auf Dauer angelegt. Das sieht man an LIDL selbst. Vor 18 Jahren bekam LIDL im Gewerbegebiet das, was LIDL haben wollte. Nun sagt LIDL, dass man mit der Millioneninvestition nichts mehr anfangen könne. Eigentlich gehört das Gelände mit einer solchen Aussage in die Kategorie „Konversionsgelände“, wie z.B. Industrieruinen die zur Überbauung freigegeben werden.
    Im Gegensatz zu LIDL sind die Menschen und Familien der Region treu. Zumal in Nordhessen. Hertingshausen wehrt sich, weil die bekannt Megaplanung den Grad des Zumutbaren deutlich übersteigt. Nichts von dem was Firmen bei Ansiedlungen versprechen muss nachhaltig sein und fast nichts von dem was versprochen wird ist einklagbar.
    Die Politik sollte auch darüber nachdenken, dass die Immobilien aller Hertingshäuser deutlich mehr wert sind als die geplanten Lidl-Investitionen und dass die Bürger hier leben, Geld ausgeben und Steuern zahlen.
    Welches Vermögen zählt mehr? Firmenvermögen oder Bürgereigentum. Wie sieht man das? Wer wählt eigentlich die Entscheider? Sind sie sich ihrer Verantwortung für die finanzielle, qualitative und emotionale Situation der betroffenen Bürgerinnen und Bürger bewusst?
    Und noch eine Anmerkung zum Schaden der entsteht bzw. entstehen könnte: Baut LIDL, haben wir gemeinsam den Schaden…und für immer! Baut LIDL nicht, hat LIDL keinen Schaden! LIDL baut dann woanders und – hoffentlich – unter neuen staatlichen Auflagen für die Zulässigkeit von Logistikparks, konzentriert an Autobahnen und fern von Wohnsiedlungen.

    1. Bravo Nikolai! Das ist mal eine Aussage…! Aber darf die Welt auch Gründe „Pro Logistik“ erfahren… Wo Mensch und Lastwagen sich treffen haben sie sich meist nichts freundliches zu sagen. Und wo Mensch nur noch Lastwagen trifft, wird Mensch verrückt, Lastwagen nicht. Der Hertingshäuser wird vom Neuen Lidl nur den Zaun haben und viel Verkehr. Sonst nix. Was ist daran so schick???

  8. Generalthema: Qualitative Gewerbeansiedlung für die nächsten Jahre
    Nachhaltige und nachvollziehbare Regelungen benötigen wir auch im Themenfeld der kommunalen und interkommunalen Gewerbeansiedlung. Eine Debatte, die u.a.öffentlich geführt werdem könnte, um letztendlich in einen gültigen Beschluss von Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen zu münden. Je deutlicher der Meinungsaustausch in der Debatt, um so größer die Akzeptanz in der Bevölkerung. Der Investor hätte von vornherin Transparenz, ob sein Geschäftsfeld mit den jeweiligen Belastungen auf eine Ansiedelung hoffen darf.
    Ich hielte es beispielsweise für vertretbar, am Beispiel LIDL Hertingshausen bei der sich heute bereits abzeichnenden Belastung, Logistikunternehmen u.a. wegen des hohen Bodenverzehrs auszuschließen. Wir müssen mit den Bodenressourcen bewusst wirtschaften.
    Logistik = hoher Ressourcenverbrauch und wenig gemeinwirtschaftlicher kommunaler Ertrag !

  9. Ute + Jörg

    Ein großflächiges Versiegeln von Ackerboden bester Qualität ist eine Umweltsünde. Und gehört mittlerweile zu den größten Umweltproblemen in Deutschland. Vor allem Logistikunternehmen benötigen riesige Flächen und schaffen wenige, schlecht bezahlte Arbeitsplätze. Meist sind die Prozesse automatisiert. Der Mensch spielt so gut wie keine Rolle mehr. Weiterhin ist mit einer starken Zunahme des Schwerverkehrs in Edermünde und Hertingshausen zu rechnen. Schon jetzt ist die Situation für die Anwohner untragbar. Auch nachts fahren schwere Lkw durch die Großenritter Str., Grifter Str. und Frankfurter Str. trotz Umgehungsstraße. Für die Anwohner ein unerträglicher Zustand. Wo bleibt ein Verkehrskonzept zum Wohle der Anwohner?

    1. Was wurde bitte auf der auf einmal ach so heiligen Erde in dem genannten Gebiet angepflanzt, was dem ökologischen Nutzen für Menschen befürwortet? Das ganze hat die letzten Jahrzehnte nie jemanden interessiert, was in diesem Bereich angebaut wird oder wie wertvoll der Boden ist, jetzt sucht man sich unter den Namen „wertvoller Ackerboden“ den letzten Strohhalm um das ganze zu verhindern!
      Absolut lächerlich hier, zumal man einige Mitglieder der Partei und Interessengemeinschaft beim Einkaufen bei Lidl antrifft… Glaubt ihr euch selbst eigentlich noch?

      1. Liebe/Lieber Petrosilius,
        schade, dass Sie sich in den letzten Jahrzehnten nicht darum gekümmert haben, wleches Essen direkt vor Ihrer/unserer Haustür wächst. Wir sind uns dessen sehr bewusst und deshalb engagieren wir uns auch für den Erhalt. Sie haben Recht, es ist für uns der letzte Strohhalm (die letzte Krume….!). Wir haben allerdings noch weitere gute Gründe gegen Logistikansiedlungen direkt vor unserer Haustür. Bitte verfolgen Sie hierzu die Kommentare auf unserer Homepage und in der Presse…
        Noch zum Nachdenken:
        Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann….! (Weissagung der CREE)

      2. Lieber Petrosilius,
        zunächst einmal ein herzliches Dankeschön für den Kommentar, bietet er doch die Möglichkeit einer Antwort und Stellungnahme, der persönliche Kontakt und das Gespräch, sehr gerne auch mit Namensbenennung, wäre uns natürlich lieber 🙂

        Fakt ist – die IG ist nicht gegen Lidl! Und ja, wir wissen, was wir wollen.
        Wir sind gegen die Ansiedlung von weiteren Logistikbetrieben! Als äußerst unfair empfinde ich den Fingerzeig auf Mitglieder und Unterstützer der IG, die bei Lidl einkaufen, genau die stellen sich nämlich öffentlich in Hertingshausen hin, setzen sich kritisch mit dem Thema auseinander, haben ein „unfreiwilliges neues Hobby“ und setzen sich für Hertingshausen ein.

        Steht das Monstrum erst, ist der Drops gelutscht.

        Eine landschaftliche Katastrophe, Natur leider völlig egal, kein Naherholungsgebiet, keine Landwirtschaft, Wertminderung unserer Häuser – jedoch Steuern willkommen … nur für Edermünde, versteht sich!

        Klar, die Logistiker müssen irgendwo hin, jedoch bitte nicht in unmittelbare Nachbarschaft. Es gibt durchaus Alternativen, leere Gewerbehallen, Flächen auf dem freien Feld (wenn das leider unsere Zukunft sein soll), keine direkten Anwohner…
        Dazu kommt – wir haben aber bereits ein Lidl-Logistikzentrum! Inklusive eines Lidl-Marktes, der als Ausbildungsmarkt an den Start ging. Einen Lidl-Konzern, der keinerlei Angaben zur Ausrichtung macht, von ca. und ungefährt spricht, nicht weiß was mit dem alten Markt passieren soll?!?
        Sollte man Lidl die gigantische Fläche von 180.000 qm verkaufen, muss jedem bewusst sein, dass Lidl darauf machen kann und wird was Lidl will. Machen wir uns mal nichts vor, wir sind perfekt gelegen für Online-Handel, Auslieferung für Lebensmittel direkt aus Hertingshausen, wird so in Nachbarländern bereits betrieben, mittels Spintern … wollen wir das? Quer durch unseren Ort?

        Nicht nur Lidl – Logistikzentren allgemein sichern sich Filetstückchen in Autobahnnähe und da ist unsere A 49 natürlich künftig der Hauptgewinn! Selbst unsere Politiker sprechen von einer Verdopplung der Fahrzeuge – heißt konkret von aktuell 40.000 auf künftig 78.000 Fahrzeuge! Wir sind der Meinung das reicht!
        Die gleichen Politiker, die über eine Ansiedlung von Logistik nachdenken, fordern im zweiten Schritt zusätzliche Lärmschutzwälle? Passt nicht zusammen!

        Kassel ist da deutlich cleverer unterwegs, im Gewerbegebiet „Langes Feld“ ist die Ansiedlung von Logistikbetrieben verboten … obwohl keine Anwohner in unmittelbarer Nähe!

        Sicherlich sagt der clevere Petrosilius jetzt, was hat das mit Lidl zu tun?!? Siedelt man Lidl oder weitere Logistikunternehmen vor unserer Haustür an, können wir davon ausgehen, dass die Folgeerscheinungen jeden Hertingshäuser betreffen, da übertreiben wir leider nicht. Ein Logistikbetrieb zieht eine größere Tankstelle mit sich, ein LKW-Übernachtungsplatz, weitere Logistiker … genau so passiert in Remsfeld! Man ist nicht mehr Herr der Dinge! Und um noch eine Schippe (!) draufzulegen, obwohl in Remsfeld eine aussagefähige Beschilderung erfolgte … meist ausländische LKW-Fahrer verfahren sich, landen mitten im Ort, waghalsige Wendemanöver, Kreuzungen versperrt, … Man spricht von Verkehrsrowdys, Müll an allen Straßen, Fäkalien in Wohngebieten! Wollen wir das in Hertingshausen?

        Dazu ergänzend … Baunatal hat nichts von einer Gewerbeansiedlung! Was ist bei Stau auf der A 49? Der LKW mit Ziel Lidl, kommend über die A 44 wird den direkten Weg quer durch Baunatal, über die Abfahrt Wilhelmshöhe, Elgershausen, Altenritte, Großenritte über unsere Großenritter Straße bis zum Lidl nutzen … der Supergau!

        Viele Argumente ließen sich noch notieren, ich versuche einen Schluss zu finden. Davon ausgehend und hoffend, dass Petrosilius hin und wieder die Homepage besucht, wird auch er hoffentlich die Angelegenheit überdenken, einen anderen Blick drauf werfen.
        Sende beste Grüße 🙂

  10. Die IG Hertingshausen ist ein echter Hingucker und Leuchtturm für Baunatal!
    Initiativ und gut strukturiert. Und wer meint, die IG übertreibe: Sie untertreiben noch in dem was gesagt wird. Das Problem ist groß und dem Steuerungsbedarf der Logistikwirtschaft stehen Bund, Länder und Gemeinden atemlos und ratlos gegenüber. Ein Flickenteppich an Lagerhallen überzieht uns unbemerkt. Fahrt mal an Gudensberg vorbei und vielen anderen Orten, die man schon bald nicht mehr erkennen kann in ihrer städtebaulichen Einmaligkeit. Der Zufall entscheidet, ob und wie Logistikflächen entstehen. Das ist großer Mist…, offen gesagt. Und Nachfragen beim RP, im Ministerium für Wirtschaft und Verkehr in Wiesbaden und bei der Regionalplanung bestätigen die Schwächen des hier und heute….

    So oder so….Logistik wird Kernthema eines durch Corona befeuerten Wandels des Konsumverhaltens hin zum Online Konsum und hin zur Lebensmittelbelieferung an der Haustür. Folge: Mehr Verkehr, mehr Umschlagbewegungen bei Lkw und Sprintern. Die Organisation von Logistiklösungen ist ein Megathema, so groß wie ein Baum, aber von allen Beteiligten der Politik kleingeredet…oder einfach nicht erkannt. Die Logistikansiedlung ist ein Kernthema der Politik und bedarf dringender Lösung in naher Zukunft. Der Wildwuchs der Logistikansiedelungen gehört beendet. Eine Zentrierung und Vergrößerung der Zentren muss den Flickenteppich ablösen. Singuläre Lösungen zwischen Kommune und Einzelunternehmen verstellen den Blick für sinnvolle politische, ökonomische und ökologische Lösungen. Logistikstandorte der Zukunft sollten Autobahnnähe, aber auch die notwendige urbane Ferne haben, damit Lärm- und Verkehrsbelastungen minimiert werden.
    Ergo: Nach Vorgaben des Bundes und der Länder sollte ein Netz von Logistikparks entstehen, autobahnnah und großflächig ausgelegt mit der Eigenschaft urbaner Ferne, denn das Thema hat Sprengstoff. Die Minister Al Wasir (Grüne Hessen) und Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) nehmen ihre Aufgaben nicht wahr, notwendige politische Leitplanken einzuziehen und das Problem zu priorisieren, es zur Chefsache zu machen. Und weil kein Chef da ist, versuchen sich die Bürgermeister unter dem Ansiedlungsdruck kapitalkräftiger Unternehmen wie der Schwarz-Gruppe mit LIDL in Hertingshausen…
    Wäre da nicht die IG- Hertingshausen als Spaßverderber….! : )))
    Der SPD-Ortsverein übermittelt der IG-Hertingshausen umgehend den an die SPD-Politik in ganz Nordhessen gerichteten Initiativantrag in gleicher Sache und richtet sich entsprechend an die Presse.

  11. Ein Logistikzentrum das zwar nahe an der Autobahn gelegen ist, aber dennoch die Zufahrt auf jeden Fall durch eine Ortschaft geht? LKW Verkehr neben dem Wohnzimmer durch enge Dorfstraßen? Ich kann nicht verstehen wie man als Verantwortlicher auch nur kurz darüber nachdenken kann.

  12. Die Entscheidung, ob das Logistikzentrum in Edermünde gebaut wird, darf nicht allein durch unsere gewählten Gemeindevertreter getroffen werden. Es ist unbedingt notwendig die Bürger in Edermünde zu befragen, ob sie mit einem so großen Projekt und den damit verbundenen Auswirkungen einverstanden sind. Es ist auch sinnvoll die Bürger von Baunatal-Hertingshausen zu befragen, da sie durch die unmittelbare Nähe ebenfalls betroffen sind.

    Die Umsetzung des geplanten Bauvorhabens von Lidl kann u.a. folgende Auswirkungen mit erheblichen Nachteilen für die Menschen, aber auch Tiere und die Natur, haben:

    – Drastischer und bleibender Eingriff in das Landschaftsbild durch die gigantischen Ausmaße der Halle: 356,5 m lang, 123,8 m breit, 25 m hoch (wegen dem fallenden Gelände in Richtung Grifte dort deutlich höher). Hinzu kommt noch die gesamte versiegelte Fläche, die benötigt wird (Parkplätze, An- und Abfahrtswege, ausgewiesene Fläche für Kleingewerbe, Fläche für notwendige Versorgungseinrichtungen, …).

    – Unmittelbare Nähe zu den Ortschaften Grifte (ca. 460 m), Hertingshausen (ca. 500 m) und Holzhausen (ca. 560 m)

    – Deutliche Zunahme des Lieferverkehrs (um ca. 50 LKW auf ca. 200 LKW, d.h. Zunahme um ca. 30%). Zunahme der Belastung in den Ortsdurchfahrten von Grifte, Hertingshausen und Holzhausen bei Verkehrsstörungen auf den Autobahnen A7, A44, A49 (die Erfahrungen zeigen, dass diese Verkehrsstörungen auf den BAB zunehmen)

    – Zunehmende Belastung im Straßenverkehr (Lärm, CO², usw.)

    – Verlust von fruchtbarem Ackerboden (180.000 qm) mit negativen Auswirkungen hinsichtlich der Herstellung regionaler Produkte

    – Verlust von Lebensraum von Mikroorganismen und Kleintieren im Boden

    – Zusätzliche Lichterzeugung in den Abendstunden und nachts durch die dauerhafte Beleuchtung der Gebäude und Parkplatzanlagen („Lichtverschmutzung/-verunreinigung“). Mit den Auswirkungen…
    — Schlafstörungen für Menschen,
    — Störung der Tag- und Nachtzyklen der Wildtiere,
    — Störungen des Wachstumszyklus der Pflanzen,
    — Hoher Blauanteil im Licht stellt große Probleme für Zugvögel dar: Nordhessen ist ein großes Durchzugsgebiet von z.B. Kranichen (Hunderttausende von Kranichen),
    — Zunahme Insektensterbens und damit negative Auswirkungen auf die heimische
    Vogelwelt

    – Beeinträchtigung/Reduzierung des Naherholungsgebietes

    – Entwertung von Immobilien und Landeigentums

    Offene Fragen (von Lidl nicht oder nicht ausreichend beantwortet):

    – Was passiert mit der alten Lagerhalle (Lidl benötigt diese nicht mehr)?

    – Wo finden die Kompensationsmaßnahmen der bebauten / versiegelten Flächen statt? (Eingriffs-Ausgleich-Regelung im Flächennutzungsplan/Bebauungsplan/Landschaftsplan ausgewiesen?)

    In Edermünde sind keine Bereiche für diese vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Maßnahmen bekannt! Und was hat der Bürger aus Edermünde / Hertingshausen davon, wenn in Südhessen diesbezügliche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt werden? – NICHTS!
    – Auswirkungen auf die Arbeitsplatzsituation in den genannten Ortsteilen?
    – Auswirkungen auf Regenwasser?

  13. Mir geht es nicht in den Kopf, wie die Gemeinde Edermünde Land zur Ansiedlung von Gewerbe anbieten kann, welches nicht der Gemeinde, sondern meines Wissens den Landwirten gehört. Wo leben wir denn? Täglich erreichen uns Schlagzeilen über verheerende Naturkatastrophen wie Waldbrände, Hitzewellen, Heuschreckenplagen, Überschwemmungen und und und, bei denen der Klimawandel eine große Rolle spielt. Alle Welt spricht vom 1,5-Grad-Ziel und die Gemeinde Erdermünde erlaubt den Bau eines riesigen Logistikzentrums in unmittelbarer Nähe des Stadtteils Baunatal-Hertingshausen und preist noch die super Autobahnanbindung an? Nichts gegen Lidl, Aldi und Co, aber gerade die großen Discounter sollten sich mal Gedanken machen. Logisch, dass Logistikzentren gebraucht werden, aber doch bitte nicht noch mehr und noch größer und vor alle bitte etwas weiter weg von den Wohnsiedlungen. Wie wäre es denn sich mal nach bereits vorhandene Hallen umzuschauen und diese für die eigenen Bedürfnisse umzubauen, anstatt wieder Unmengen von kostbarem Boden zu versigeln. Soweit ich weiß, ist die Bezahlung der Mitarbeiter auch nicht besonders gut. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Suchanzeige an der Einzäunung des Lidl-Geländes immer noch hängt. Hier stimmt doch etwas nicht. Bitte lasst uns alle aufstehen und etwas dagegen tun. Bei der Gelegenheit würde ich diese Plattform gern nutzen, um auf diese Petition aufmerksam zu machen: https://eci.fridaysforfuture.org/de. Aber fangen wir erstmal in unserem Dorf an und sagen STOPP, nicht mit uns!!!! Liebe Politiker, liebe Frau Engler, lieber Herr Petrich, lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden. Aber bitte nicht zu Lasten der Hertingshäuser und der Umwelt.

  14. Ich bin in Hertingshausen aufgewachsen und habe es als Kind geliebt und liebe es auch heute noch im Dorf und den umliegenden Feldern und kleinen Wäldchen spazieren zu gehen. Man kann es sich denken, ich hatte eine traumhafte Kindheit hier und habe sehr viel Zeit im Freien / im Grünen verbracht. Nun graut es mich vor der Vorstellung, dass meine Kinder(die ich vorhatte auch hier aufwachsen zu lassen), diese Kindheit, wie ich sie hatte, nicht mehr erleben können, weil uns noch so ein Klotz vor die Nase gesetzt wird!!!! Vor einigen Jahren hat sich schon das Ratio-Land enorm vergrößert und leuchtet nun zur Belastung der Umwelt in bunten Farben und es kamen weitere graue Kasten/Klötze dazu, die die Sicht auf unser umliegendes Land verschandeln. Unserem geliebtes Dörfchen wird mehr und mehr von unschönen Kästen/Klötzen umgeben, Regel, Finoba, Lidl, es reicht!!!. Spricht man mit den anderen -noch- Dorfbewohnern, hört man Ärgernis. Gerade von den älteren Leuten, die seit Generationen hier fest verwurzelt sind. Wo einst ihr Dorfkern mit der von ihnen betriebenen Landwirtschaft war, ist heute eine laute und stark befahrene Straße, die sie Tag ein Tag aus bereits dulden müssen. Ist doch verständlich, dass wir nicht noch mehr LKW’s in unserem Dorf haben möchten.. Die jüngeren Generationen ziehen her, um die Harmonie und Ruhe zu genießen, die nach und nach in die Brüche geht. Ich wünsche mir einfach nur, dass auch meine Kinder noch eine harmonische und ruhige Kindheit in Hertingshausen genießen können, Bitte liebe Verantwortlichen, lassen Sie den Bau eines weiteren Logistikzentrums nicht zu!!!

  15. Nachdem alle Welt den Umweltschutz vorantreiben möchte, gehört die IG-Hertingshausen zu denen, die damit vor der eigenen Haustür beginnen. Wir kämpfen weiter gegen das ansiedeln eines Logistikzentrums, der unsere direkte Umwelt und Gesundheit gefährdet.

    Seit langem diskutiert Deutschland die dramatischen Folgen der Klimaveränderung, die Kosten für die Treibhaus-Emissionen, eine Verkehrswende, die Verlagerung der Gütertransporte von der Straße auf die Schienen. Städte und Gemeinden machen durch eigene Maßnahmen mobil gegen ein „Weiter so“, und fordern von Bundes- und Landespolitik konkrete Schritte um Emissionen wie CO², Stickoxide und Feinstaub zu verringern.
    Das Gegenteil einer Emissionsreduktion ist die Ansiedlung eines Logistikzentrums mit tonnenschweren Lkw-Verkehren.

    Wollen wir das wirklich?

  16. Hektisch und geschäftig versucht die Logistikbranche dem Thema der
    Belieferung von Onlinekunden Herr zu werden. Logistikzentren sprießen wie
    Pilze aus dem Boden. Es herrscht Standortchaos, Wildwuchs und
    Flickenteppiche. Wo bleibt die Politik, was sagt Herr Scheuer, welche
    Vorstellungen hat Minister Al Wasir? Kein Bürgermeister von Orten mit
    interessanter Verkehrsanbindung an das Bundesstraßennetz, der nicht mit
    Kaufangeboten für Gewerbefläche überschüttet wird. Es gilt „Gewerbegold“
    rechtzeitig zu schürfen. Boden ist nicht beliebig vermehrbar, er ist knapp und
    teuer. Logistikunternehmen gehen von Tür zu Tür um sich Vorteile zu sichern,
    denn Logistik braucht Fläche, viel Fläche (geplantes LIDL-Logistikzentrum mit
    180 000 qm, Monsterhallen in Gudensberg und Malsfeld etc.).
    Ansiedlungen von Logistikzentren gehören nicht in die singuläre Entscheidung
    zwischen Einzelkommune und Investor. Es besteht u.a. die Gefahr, dass die
    Unternehmen die kommunalen Entscheider gegeneinander ausspielen, bzw.
    kurzfristige Verwertungsinteressen den Blick vor negativen Folgenwirkungen
    verstellen. Boden kann nur einmal verkauft werden!!
    Es ist Aufgabe der Regionalplanung Ordnung in die Entwicklung zu bringen und
    nachhaltig angelegte Konzepte für Logistikparks, weitab von urbanen Zentren, zu entwickeln. Das muss schnell gehen! Bis dahin „Hände weg vom LIDL-
    Projekt“.

  17. Langsam sollten alle aufwachen. Immer mehr wird um unsere Zukunft gebangt. Geht es darum die Umwelt zu schonen oder sogar um in den nächsten Jahrzenten genug Nahrung zu haben. All das hört man in den letzten Jahren vermehrt. Und genau darum geht es mir.
    Warum soll eine kostbare Natur, wie hier in Hertingshausen, wertvoller und kultivierbarer Boden versiegelt werden? Es gibt schon so viele Flächen, die versiegelt sind. Selbst bestehende Gewerbegebiete, worauf Hallen stehen und meist gar nicht mehr genutzt werden – da sollte man darüber ernsthaft nachdenken – könnten sicherlich sinnvoller für die Ansiedlung notwendiger Logistikunternehmen bereit gestellt werden. Wenn erst einmal gutes Ackerland versiegelt ist, wird daraus nie wieder eines werden.
    Und mit dem Thema Lärm und Abgase will ich erst gar nicht beginnen. Wir sind hier kein Mischgebiet (Gewerbe-/Wohngebiet). Auch wenn die Autobahn zwischen Hertingshausen und Gewerbegebiet Edermünde liegt, heißt das nicht, dass wir so eine geplante Erweiterung unbeachtet hinnehmen. Schaut man mal eben auf GoogleMaps nach, dann erkennen wir schon genug Gewerbe im Umkreis.
    Ich wohne zwar erst seit 15 Jahren in Hertingshausen, aber dieser Ort ist mir heimisch geworden und das möchte ich auch, dass das so bleibt. Auch meine Kinder sollen dieses Gefühl behalten dürfen.

  18. Ich finde es super, dass sich ein Orga-Team gefunden hat und die Interessen der Bürger in Hertingshausen und Umgebung vertritt. Es kann nicht sein, dass super Land für den Anbau unserer wertvollen Nahrungsmittel für so ein riesiges Logistikzentrum zerstört wird und dass die Anwohner durch zusätzliche LKW’s, Lärm und volle Straßen noch mehr belastet werden. Ganz zu schweigen, dass unser Grund und Boden und unsere Häuser an Wert verlieren.
    Es gibt genug freies, schlechtes Land direkt an Autobahnen, die für solche „Logistik-Wahnsinns-Zentren“ genutzt werden können. Außerdem gibt es viele ungenutzte Gebäude in Autobahnnähe.
    Ein großes „DANKESCHÖN“ an das Orgateam!

  19. Sehr geehrte Frau Becker,

    auch wenn ich nicht mehr in Hertingshausen wohne, fühle ich mich der Gemeinde immer noch stark verbunden. Als geborener Hertingshäuser finde ich das Vorgehen von Lidl und durchaus von Teilen aus Edermünde mehr als befremdlich. Befremdlich deshalb, weil der Bürgerwille, Arbeitskräfte, die Natur und Umwelt überhaupt keine Rolle spielen. Gemeinden werden Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze versprochen. Das ist die Theorie, die Praxis sieht ganz anders aus. Gewerbesteuereinnahmen werden zwischen einzelnen Niederlassungen hin- und hergeschoben bis das beste steuerliche Ergebnis erreicht ist. Bei den Arbeitsplätzen handelt es sich um gering bezahlte Arbeitsplätze und der Einsatz von geringfügigen Beschäftigten wird forciert. Durch die Belastung der Bevölkerung durch Zersiedelung der Landschaft und extreme Umwelteinflüsse, dazu gering bezahlte Tätigkeiten kann dieses Vorgehen von Lidl nicht im Interesse der Bevölkerung liegen. Hier will Großkonzern seine Interessen auf Kosten und nur auf Kosten der Bürger durchsetzen. Die Bevölkerung wird die Zeche am Ende bezahlen und das ist das bittere daran. Logistik- und Handelsunternehmen versuchen bundesweit in Autobahnnähe Grundstücke aufzukaufen. Das ist in der Wetterau nicht anders als in Nordhessen. Und das alles mit der gleichen Zielsetzung, Gewinnmaximierung.

    Dem muss entschieden Einhalt geboten werden. Das kann und darf nicht zugelassen werden.

    Ich wünsche der IG-Hertingshausen viel Kraft, Energie und Erfolg bei der Verhinderung von dem Vorhaben von Lidl.
    Viele Grüße sendet Ihnen
    Reinhard Schmidt-Eckhardt

  20. Eigentlich ist das Thema einfach zu lösen: LIDL fragt bei Bürgermeister Thomas Petrich in Edermünde an, ob man den bisherigen Standort schnell mal aufgeben dürfe um woanders – frei wählbar – monstergroße Hallen zu bauen.
    Bürgermeister Thomas Petrich sagt „nein“. Damit es das gesamte Thema zu Ende…. LIDL hilft sich anders, weil dann müssten sie Alternativen überlegen. Normaler Vorgang! Und das macht die Dieter Schwarz Konzerngruppe mit rund 1000 Filialen bundesweit und mit täglich ca 300 Mio Umsatz. Kommt eine Lösung nicht, gibt es eine andere…
    Man sollte von Seiten der Kommunalpolitit die nachbarschaftliche Harmonie als erhaltenswert schätzen lernen. Hertingshausen wird – wie es aussieht – sich nicht mit noch einer Ampel und einem weiteren Kreisel zufrieden geben. Daher besser gleich LIDL die Rote Karte zeigen. Alles andere macht heftigen Ärger. Dazu gehört die pragmatische Überlegung das Thema bis nach der Kommunalwahl im März zu verwalten. Im Gegenteil: Das Edermünde Gewerbegebiet „in Hertingshausen“ könnte auch ein Dissensthema im Rahmen der Regionalplanung werden….

  21. Ich kann nicht nachvollziehen, wie sich die Gemeinde Edermünde auf solch ein Szenario einlässt. Das Grundstück gehört Landwirten, die nicht verkaufen wollen. Wie kann man das aus dem Rathaus seinen eigenen Bürgern antun? Mit Steuereinnahmen spekulieren von fremden Grund und Boden. Beste Ackerfläche unwiederbringlich zubetonieren, den eigenen Landwirten die Lebensgrundlage nehmen und gleichzeitig die Gemeinde im Klimapakt ansiedeln wollen.
    Und was ist mit der „freundschaftlichen Zusammenarbeit“ in die Nachbargemeinde? Nach Baunatal? Alles aufs Spiel setzten? Lidl fragt an und alle springen? Hoffe sehr auf unsere Bürgermeisterin! Wenn schon Gewerbe, wegen Steuereinnahmen, warum nicht auf der anderen Seite, wie bereits im Bebauungsplan. Ist als Gewerbe ausgewiesen. Bitte ein Gewerbe mit absehbaren Arbeitsplätzen. Das würde auch Steuereinnahmen bringen. Aber bitte keine Logistik! Und keine schwammigen Angaben, wie vom Lidl-Konzern. „Vielleicht dies, vielleicht das, gibt noch keine konkrete Planung …!“ Welches Unternehmen plant denn so? Die verkaufen alle für dumm. Und sich schon gar nicht unter Druck setzen lassen. Der Lidl Markt ging in Edermünde als Ausbildungsmarkt an den Start, ich sehe dort keine Auszubildenden.
    Was ist, wenn die Firma Kördel, der das Grundstück gegenüber vom jetzigen Lidl-Logistik gehört, auch noch große Hallen baut?
    Den künftigen Verkehr auf der A 49 können wir nicht mehr verhindern. Man spricht von einer Verdopplung auf 78.000 Fahrzeuge am Tag im Durchschnitt.
    Wenn der Gemeinde Edermünde die zu erwartende Belastung durch Lärm und Stau in Hertingshausen schon egal ist, die Bürger aus Holzhausen wohnen ebenfalls in unmittelbarer Nähe, zu Lidl und zur A 49! Besonders betroffen erscheinen mir ebenfalls die Einwohner aus Grifte. Ich empfehle jedem Leser sich einmal an die Hauptstraße zu stellen. Man sollte mal den Bürgermeister und alle Entscheidungsträger mal fragen ob es ihnen nicht reicht mit dem Verkehr! Sicher wohnen diese in Besse, oder?!?

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